Jahrgang 2020 – ein Jahr der Gegensätze

Der Vegetationsverlauf war anfangs etwas zögerlich, wodurch die Blüte erst Mitte Juni abgeschlossen war. Zahlreiche Niederschläge haben unsere Weingärten perfekt mit Wasser versorgt – dies brachte aber auch viel händische Laubarbeit mit sich und über den gesamten Sommer haben wir durch aufwendigste Handarbeit die Weichen zu einem sehr guten Jahrgang gestellt.

Der Reifebeginn war im Verhältnis zu den letzten Jahren etwas später, was im Nachhinein aber auch den großen Vorteil von kühleren Temperaturen mit sich brachte. Wir haben Mitte September mit den ersten Vorlesen begonnen und starteten Anfang Oktober erst mit der Hauptlese, die immer wieder durch kleinere Niederschläge unterbrochen wurde. In einem normalen Jahr hätten wir stark mit Botrytis zu kämpfen gehabt, aber durch die sehr kühlen Temperaturen und dadurch unsere Schieferböden Feuchtigkeit wieder sehr rasch abführen, hat sich der Botrytis Druck in Grenzen gehalten und wir waren fast überrascht welch großartige, perfekt reife und knackige Trauben wir ernten konnten. Wir haben uns und vor allem den Trauben die nötige Zeit geschenkt und unser Mut wurde mit perfekt reifen und würzigen Trauben belohnt.

Ende Oktober bildete wie jedes Jahr der Riesling den Abschluss und wir können abschließend zufrieden und stolz auf das verrückte Jahr 2020 sein. Denn neben der Finalisierung unseres Generationenprojekts auf der Ried Dr. Wunsch, konnten wir einen urtypisch steirischen Jahrgang – der Reife und Kühle in sich vereint – ernten. Wie jedes Jahr ist die selektive Handlese der finale Schritt zum Erfolg und keine Maschine der Welt kann gut geschulte Hände ersetzen, denn gerade in den herausfordenden Jahrgängen zeigt sich ganz besonders – Handarbeit ist die Basis unserer Qualität.

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